Tanja Krase (IFIS)
Regenerativer Aktivismus:
Wie entstehen Strukturen, die inklusive Transformation wirklich tragen?
Wie können wir gesellschaftliche Veränderung so gestalten, dass unsere Formen der Zusammenarbeit nicht jene Muster reproduzieren, die wir eigentlich überwinden wollen? Und was verändert sich, wenn Regeneration nicht als Pause vom Aktivismus verstanden wird, sondern als eine seiner transformativen Qualitäten?
Das interaktive Kolloquium gibt Einblicke in ein wachsendes Praxis-, Forschungs- und Netzwerkprojekt zum regenerativen Aktivismus: in seine Struktur, konkrete Projekte und Formate sowie die Prinzipien, die der gemeinsamen Arbeit zugrunde liegen.
Aus einer integralen Perspektive erkunden wir das Zusammenspiel von individueller und kollektiver Entwicklung, innerer Erfahrung und äußerer Struktur, Fürsorge und Verantwortung, Regeneration und gesellschaftlicher Wirksamkeit. Dabei bleibt es nicht beim Input: Elemente aus Kreiskultur, transformativer Praxis und Tiefenökologie machen ausgewählte Prinzipien unmittelbar erfahrbar.
Von dort gehen wir gemeinsam in die Forschung: Was braucht eine Struktur, damit sie regenerative und transformative Prinzipien tatsächlich tragen, schützen und ermöglichen kann? Wir sammeln Elemente, untersuchen Spannungsfelder und richten den Blick bewusst auf blinde Flecken und nicht mitgedachte Perspektiven.
So wird das Kolloquium selbst zum temporären Reallabor – zu einem Raum, in dem Wissen nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam erfahren, hinterfragt und hervorgebracht wird.