Unser Dialogabend zum Thema Migration und Geschlechterbeziehungen fand unter schwierigen Bedingungen statt: 39° Außentemperatur, nicht-klimatisierter Veranstaltungssaal, ein Mangel an Vielfalt im Teilnehmendenkreis.
Dennoch hatten sich 11 Interessierte zu einem vertieften Austausch hierzu eingefunden - und wurden dafür mit einem reichen Buffet aus frischem Obst und kalten Getränken belohnt.

Das Dialogbuffet war ähnlich bunt. Nach einer ersten Aufwärmphase mit verschiedenen spielerischen Kennenlernmethoden stand im Zentrum des Abends ein Sprechen & Zuhören. Dabei hattendie Teilnehmenden in Kleingruppen jeweils 3 x 4 Minuten Zeit, um darüber zu sprechen, wie es ihnen mit den Beziehungen zwischen den Geschlechtern in unserer Gesellschaft geht. Den Abschluss bildete eine Vertiefung entlang persönlicher Erfahrungen und gesellschaftlicher Schmerzpunkte.

Den Rückmeldungen nach zu urteilen kam dabei so manch überraschende Perspektive zum Vorschein. Männer wünschten sich von Frauen den Mut, zu sagen, was sie an Männern stört und was sie sich von ihnen (anders) wünschen. Eine Frau lud dazu ein, "den Menschen hinter dem Geschlecht zu sehen".
Ganz allgemein wurde erneut die Qualität des geteilten Raums gewürdigt ("es tut mir gut und nährt mich, macht mich froh, so mit anderen sprechen zu können").
Es sei "ein guter Abschluss des Tages gewesen, nach soviel Buchhaltung", so eine Teilnehmerin. Ein anderer äußerte sich "bereichert, zufrieden, froh" und zugleich frustriert darüber, dass zuwenig Begegnung "mit dem anderen Teil der Gesellschaft" stattfinde. "Ich wünsche mir ein kultiviertes Gespräch auch mit Anhänger:innen der AfD", so sein Fazit.

Wir bedanken uns herzlich bei der Allianz der Gestalter:innen und Project Together für den erhaltenen Zuschuss zu dieser Veranstaltung!
Der nächste Dialogabend ist für den 21. Juli 2026 geplant.